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im neuen Schuljahr am Firnbergplatz 1

Ab dem 1. Schultag ist der Hauptzugang in der Bernoullistraße 5 (neben AHS) geöffnet.

Alle Schülerinnen und Schüler der 1. Jahrgänge bitten wir im oder vor dem Foyer (Eingangsbereich) auf ihren jeweiligen Klassenvorstand bzw. ihre Klassenvorständin zu warten.

Die SchülerInnen der höheren Jahrgänge bitten wir, selbständig ihre Klassen aufzusuchen. Pläne dazu findet ihr auf unserer Homepage unter "Downloads".

Wir wünschen einen angenehmen Schulbeginn!

Die Schulleitung

 

 

 

 

 
1. Schultag
6. September 2010
9:00 Uhr Klasseneröffnung
22, Firnbergplatz 1
 
2. Schultag
7. September 2010
08:00 - 12:30 Unterricht
 
3. Schultag
8. September 2010
Unterricht lt. Stundenplan
 
 
letzte Änderung
3. Sept. 2010/R. Walter
ftp-Zugriff
 
Hertha Firnberg timeline 
  1909 1926 1938 1945 1959 1963 1967 1970 1975 1998
Kindheit und Jugend
Gelassenheit, Heiterkeit und vor allem die
Wärme im Elternhaus von Hertha Firnberg
prägten ihre Kindheit und Jugend. Schon
als kleines Kind war sie mit den Sorgen
und Nöten der "kleinen Leute", die täglich
in der Gemeindearztpraxis des Vaters in
Niederrußbach ein und aus gingen, vertraut.
Bereits früh wurde den Kindern im
Elternhause die Bedeutung von Bildung
vermittelt. Diese elterliche Prägung dürfte
das sozialpolitische Engagement Hertha
Firnbergs maßgeblich beeinflusst haben.
Schulzeit und Studienjahre
1926 schloss sie sich dem Verband
Sozialistischer MittelschülerInnen (VSM) an,
später dem Verband Sozialistischer StudentInnen
(VSStÖ) und dissertierte 1936
in Wirtschafts- und Sozialgeschichte über
das Thema Lohnarbeit im Mittelalter.
Leben während der NS - Zeit
Hertha Firnberg, seit 1928 Mitglied
der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei
(SDAP), war eine absolute Gegnerin sowohl
des Ständestaates als auch des Nationalsozialismus.
So wurde das Haus der Schwestern Firnberg
nicht nur zu einem Treffpunkt politisch
fortschrittlich Denkender, sondern auch zu einer
Zufluchtsstätte politisch Verfolgter. Abseits der
Bestialität des Nazi-Regimes bedeutete diese
dunkle Zeit für Hertha Firnberg ein Jonglieren mit
der Sicherung ihres Lebensunterhalts.
Wissenschaft und Forschung
Mit dem Kriegsende wechselte Hertha
Firnberg als Bibliothekarin und Assistentin
an die Universität Wien. 1948 wurde
sie Angestellte der Arbeiterkammer, bald
Abteilungsleiterin für Statistik und Leiterin
der Studienbibliothek.
Tätigkeiten als Politikerin
Als Hertha Firnberg 1959 in den Bundesrat
entsandt wurde, erregte sie bereits
mit der Parole "Mehr Arbeiterkinder an
höhere Schulen" über Wien hinaus Aufsehen.
Sie ließ Beratungsstellen errichten
und arrangierte Nachhilfekurse für Benach-
teiligte an Volkshochschulen.
Tätigkeiten als Politikerin
Ab 1963 war sie Mitglied des Nationalrates,
dem sie bis 1983 angehörte. Zudem war sie
von 1959 bis 1970 Mitglied der österreichischen
Delegation zur Beratenden
Versammlung des Europarates.
Für die Rechte der Frauen
Als im Jahr 1967 Rosa Jochmann ihre
Funktion als Vorsitzende der sozialistischen
Frauen zurück legte, wurde Hertha
Firnberg einstimmig zu ihrer Nachfolgerin
gewählt. Als erste Akademikerin hat sie
das frauenpolitische Erbe von Adelheid
Popp, Gabriele Proft und Rosa Jochmann
mehr als gepflegt. Mit ihrer berühmten
liebenswürdigen Hartnäckigkeit setzte
sie sich vehement für die Rechte der
Frauen und gegen ihre Diskriminierung ein.
Erfolgreiche Wissenschaftsministerin
Die überragende Kompetenz, Durchsetzungskraft
und soziale Ausrichtung Hertha
Firnbergs blieben auch Bruno Kreisky
nicht verborgen. Er betraute sie 1970 mit
einem bis dato ausschließlichen "Männerressort",
dem Bundesministerium für
Wissenschaft und Forschung. Hertha
Firnberg, die dieses Amt als erste Frau
in der österreichischen Geschichte mit
Bravour ausgeführt hat, konnte beweisen,
dass Frauen für alle Funktionen in Staat
und Gesellschaft geeignet sind.
Zu einem ihrer größten Erfolge
als Wissenschaftsministerin gehört die
Hochschulreform im Jahr 1975. Hertha Firnberg
gelang es, das Universitäts-Organisations-
Gesetz durchzusetzen, das zur Demokratisierung
der Universitäten führte. Mit der
Abschaffung der Studiengebühren und
Schaffung von Stipendien, Schulbuchaktion
und Schulfreifahrt, um nur einige zu nennen,
konnte die Ministerin ihre Überzeugung,
dass Bildung für alle frei zugänglich
sein muss, umsetzen.
Hertha − Firnberg − Stipendien
Der FWF (Fonds zur Förderung der wissen-
schaftlichen Forschung) hat 1998 die
Hertha−Firnberg−Stellen ins Leben gerufen
und damit eine gezielte Förderung für
Frauen in der Wissenschaft geschaffen.
Firnberg ist Patin dieses Förderprogramms,
weil sie sich als Frau in Männerdomänen
behauptet hat − zu einer Zeit, in der das
alles andere als selbstverständlich war.
Erst wenn Frauen innerhalb der gleichen
Rahmenbedingungen agieren können, haben
sie die gleichen Chancen.